Die aktuell einzuhaltenden Vorschriften für Baustromverteiler finden sich in den jeweiligen TAB Technische Anschlussbedingung) des Energieversorger und der DGUV Information 203 – 006 (früher BGI 608) „Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen auf Baustellen“. Die wichtigsten Inhalte zusammengefasst (Abweichungen beim jeweiligen EVU sind möglich und werden durch die TAB geregelt): Als Netzsysteme sind TN-C, TN-S, TT sowie IT-Systeme zulässig, der Mindestquerschnitt der Anschlussleitung muss 16 mm² betragen. Bei der Verwendung des TN-C Systems im Abgang muss der Mindestquerschnitt der Leitung mind. 10 mm² betragen. Grundsätzlich ist zu beachten: Alle Leitungen auf Baustellen müssen zusätzlich gegen mechanische Einflüsse geschützt werden. Im TN-System sollte, zur Gewährleistung einer sicheren Verbindung zum Erder, möglichst jeder Baustromverteiler zusätzlich geerdet werden! Um dies zu realisieren, werden in der Praxis oft Erdspieße eingesetzt. Um die korrekte Auswahl des RCD (Früher FI-Schalter) treffen zu können, sind die Betreiber (Bauunternehmer) aufgefordert, frequenzgesteuerte Betriebsmittel zu kennzeichnen. Kommen mehrphasige frequenzgesteuerte Betriebsmittel zum Einsatz (z.B. Baukran), müssen RCD vom Typ B eingesetzt werden! Beim Aufstellen von Baustromverteilern ist der Bauunternehmer nach frequenzgesteuerten Betriebsmitteln abzufragen. Die aktuelle TAB der regionalen Energieversoger fordert generell einen RCD Typ B für alle ab dem 01.01.2018 in Betrieb genommenen Baustromverteiler. Dieser ist leider in den meisten älteren Baustromverteilern nicht vorhanden. Für die Mainfrankennetze gibt es ab 1.1.2018 ein etwas aufwändigers Anmeldevefahren, Informationen erhalten Sie hier: MFN-Information Selbstverständlich stellen wir Ihnen geprüfte Baustromverteiler nach aktueller Vorschrift (mit RCD Typ B) gerne während Ihrer gesamten Bauzeit für eine geringe Gebühr zur Verfügung. Bitte denken Sie daran dass der Baustromverteiler regelmäßig (mind. monatlich) geprüft werden muss.

Sprechen Sie uns an, wir freuen uns darauf Ihre Fragen beantworten zu dürfen.

© Michael Kestler
2018
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Baustrom Wir sichern die Stromversorgung auf Ihrer Baustelle Der sogenannte "Baustrom" wird für Baustellen benötigt, solange der Neubau noch nicht an das Stromnetz angeschlossen ist. Meist ist es die Aufgabe des Bauherrn, den Baustrom zu beantragen. Das hat den Hintergrund, dass sich viele Baufirmen nicht mit den Formalitäten und unterschiedlichen lokalen Besonderheiten bei der Stromversorgung beschäftigen möchten. Für viele Geräte wird meist ein Stromanschluss benötigt der entsprechend abgesichert sein muss: z.B. Baumaschinen, Pumpen, Geräte, Baukran… Auf einer Baustelle entsteht der höchste Stromverbrauch durch: Erdbohrungen Beheizen der Baustelle im Winter Aufheizen des Estrichs (Funktionsheizen) Estrichtrocknungsphase (Beheizen und Belüften) Die Verantwortung für die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften und die ordnungsgemäße Sicherung des Netzanschlusses liegt bei uns als Elektroinstallationsunternehmen. Wir bieten Ihnen des Weiteren an, Sie bei der Planung und der Abwicklung, insbesondere mit dem Energieversorger zu unterstützen (Formulare finden Sie im Downloadbereich).