© Michael Kestler
2018

Glasfaser

schnelle und sichere Datenübertragung

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Lichtwellenleiter (LWL)   Der derzeit rasch wachsende Bedarf an Übertragungskapazitäten mit hoher Bandbreite fordert immer schnellere Übertragungsmedien. In Zukunft wird Twisted-Pair-Kupfer-Kabel wohl dem Leistungshunger im Ethernetnetzwerk nicht mehr standhalten können. Gigabit-Ethernet lässt Kupfer an seine physikalische Grenzen stoßen, und kaum ist Gigabit-Ethernet genormt, wird schon 10 Gigabit verabschiedet, was nur noch über Lichtwellenleiter (Glasfaser, LWL, Fiber) sinnvoll realisierbar ist. Die maximale Kabellänge von 100 Meter, elektromagnetische Störungen und Potentialunterschiede  sind weitere Probleme im Twisted Pair Netzwerk. Nur die Lichtwellenleiter Technik ist weitestgehend stör- und abhörsicher, und der kompakte Kabelaufbau (ca. 10-15mm) mit bis zu 144 Glasfaser ersetzt armdicke Kupferstränge, die zudem noch ein vielfaches an Gewicht und Brandlast mitbringen. Im lokalen Netzwerk (LAN) wird Lichtwellenleiter immer wichtiger, allein in Deutschland wurden schon mehrere Millionen Kilometer LWL-Kabel verlegt. Der Einsatz von Glasfaser Kabel erfordert ein wenig Grundwissen das wir Ihnen folgend vermitteln möchten. Es wird auf das Thema Lichtwellenleiter nur oberflächlich eingegangen um Ihnen verständlich zu machen, welche Leistungen wir anbieten können. Die folgenden Beschreibungen stellen die am Markt gängigsten Typen / Verfahren dar. Selbstverständlich gibt es eine Reihe von Sonderanwendungen, bei denen spezielle Fasertypen (z.B. Bändchenfasern) und Steckverbinder eingesetzt werden. Da sich unser Betrieb auf die beschriebenen Verfahren spezialisiert hat wird hier auf Sonderanwendungen nicht näher eingegangen. Glasfasertypen: Man unterscheidet zwei Typen von Glasfasern zur Datenübertragung: Monomode (Singlemode) und Multimode. Monomodefasern werden meist für Weitverbindungen (viele km) eingesetzt und haben einen Kerndurchmesser von 9µm. Multimodefasern werden für Nahverbindungen (bis ca. 500m) zwischen und innerhalb von Gebäuden sowie zur Anbindung von Arbeitsplätzen (fiber to the desk) eingesetzt und haben einen Kerndurchmesser von 62,5µm bzw. 50µm (in Deutschland üblich). Die eigentliche Übertragungsfaser (Kern) wird von einem Schutzmantel (Coating) umgeben. Dieser hat einen Durchmesser von 125µm und ist somit etwa so dünn wie ein menschliches Haar. Mehrere Fasern zusammen werden dann nochmals mit entsprechenden Schutzmänteln umgeben und als Verlegekabel zusammengefasst. Da für eine Netzwerkverbindung über Glasfaser immer zwei Fasern benötig werden (senden und empfangen) ist die Faseranzahl in einem Verlegekabel immer durch zwei teilbar, z.B. 2, 4, 6, 12 bzw. 2x12, 3x12, 4x12, usw. Fasern. Steckersysteme: Je nach Anwendung bzw. Kundenwunsch werden folgende Steckersysteme eingesetzt: ·         ST (wird in Deutschland kaum noch eingesetzt) ·         SC (meist in Duplexausführung eingesetzt, ist in Deutschland mittlerweile Standard) ·         LC (nimmt an Bedeutung zu, meist am Switch zu finden) ·         Volition (relativ neu, nimmt an Bedeutung aber kaum zu) ·         E2000 (wird bevorzugt für Singlemodeverbindungen eingesetzt) Steckermontage: Fusionsspleiß (Verbinden von Fasern) oder Direktmontage. Die wohl am meisten eingesetzte und älteste Methode ist die Spleißverbindung. Hier wird die Faser direkt mit dem Pigtail „verschweißt“. Der Pigtail ist eine Glasfaser von ca. 1m Länge, an der einseitig bereits ein Stecker fertig angebracht ist. Das andere Ende des Pigtail wird mit der Glasfaser durch einen Spleiß verbunden. Um eine hochwertige Spleißverbindung mit Dämpfungswerten unter 0,02 dB zu erreichen ist ein sehr präzises Spleißgerät erforderlich. Seit einigen Jahren ist es auch möglich, Stecker direkt auf die Faser zu montieren. Dieses Verfahren kann bei Multimodeverbindungen erfolgreich eingesetzt werden. Es ist besonders geeignet für Steckermontagen z.B. direkt am Arbeitsplatz da der bei Spleißverbindungen benötigte Spleißschutz nicht erforderlich ist und so ein geringerer Platzaufwand benötigt wird. Da der Stecker direkt auf die Glasfaser montiert wird ist es erforderlich den Stecker maschinell zu Polieren um eine möglichst hochwertige, dämpfungsarme Verbindung herstellen zu können. Alternativen: Alternativ zu den vorgenannten Methoden gibt es die Möglichkeit ein vorgefertigtes Kabel zu verwenden. Das empfiehlt sich besonders bei kurzen Entfernungen, z.B. innerhalb des gleichen Raumes. Diese Kabel werden Kundenindividuell angefertigt und Einzugsfertig geliefert. Nach verlegen des Kabels wird nur noch der Schutzschlauch entfernt und der jeweilige Stecker auf den Ferulen befestigt. Der Nachteil von vorgefertigten Kabeln besteht bei Durchführung z.B. durch Wände oder Brandabschottungen bzw. beim Einziehen in Kabelkanäle. Die an den Enden des Kabels angebrachten vorgefertigten Fasern mit den Ferulen sind in einem ca. 50mm starken, ca. 2m langen Schutzschlauch untergebracht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei der Verlegen von Kabeln mit hoher Faseranzahl damit zu rechnen ist, dass Fasern im Schutzschlauch beschädigt werden. Empfehlungen: Wir empfehlen bei der Auswahl des Kabels immer entsprechende Reserven sowohl in der Kabellänge als auch bei der Faserzahl zu berücksichtigen. Bitte bedenken Sie auch, dass innerhalb des Datenschrankes ca. 5m Kabel benötigt werden. Achten Sie auf den Einsatz von qualitativ hochwertigen Kabeln und Steckersystemen. Ihr Netzwerk soll über viele Jahre störungsfrei funktionieren und ein minderwertiges Kabel oder ein schlechter Steckverbinder sorgen für nicht kalkulierbare Ausfälle. Zukünftig werden immer höhere Übertragungskapazitäten gefordert. Da die Installationskosten für ein zusätzliches Kabel meist um ein Vielfaches höher sind als der Aufpreis für mehr Fasern sollte eine Reserve von 100% eingeplant werden. Lassen Sie das gesamte System nach der Installation messen und fordern Sie ein entsprechendes gedrucktes Messprotokoll auf dem der Gesamt-Dämpfungswert jeder einzelnen Faserstrecke  aufgeführt ist. Das gilt auch für vorgefertigte Kabel da die hier mitgelieferte Messung nur bestätigt, dass das Kabel bei der Herstellung fehlerfrei war. Nur so haben Sie die Gewissheit, dass Ihr Netzwerk fehlerfrei funktioniert. Was Sie von uns erwarten dürfen: Kompetente Beratung, Planung und Dokumentation Gesamtlösungen für die Gebäudeverkabelung und für Rechenzentren Lösungen für unterbrechungsfreie Stromversorgung, Klimatisierung und Rack Security. Betriebsfertige Installation des gesamten Netzwerkes Spleißen von Multimode- und Singlemode- Lichtwellenleitern (LWL) vor Ort Anbringen von LWL-Steckverbindern durch Spleiß (Pigtails) vor Ort Anbringen von LWL-Steckverbindern durch Klebetechnik (3M) vor Ort Abnahmemessungen (Dämpfungsmessung, OTDR-Messung) incl. Dokumentation Lieferung von vorkonfektionierten Kabeln Fehlersuche und Fehlerbehebung in Glasfasernetzen Erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter Hochwertige, sorgfältig geprüfte Materialien Kürzeste Reaktionszeiten auf Anfragen Festpreise ohne versteckte Nebenkosten Unser Geräteausstattung: Unsere Geräte sind auf dem neuesten Stand und werden regelmäßig gemäß ISO9000 neu Kalibriert: Direktmontage: Original 3M-Hotmelt einschl. Poliermaschine Fussionsspleis: vollautomatisches 3-achsen-Spleissgerät und V-Nut-Spleissgerät Messgeräte: OTDR und Dämpfungsmessgeräte für Multimode und Singelmodefasern Werkzeuge: Konfektionswerkzeuge für alle gängigen Steckverbinder, Spezialmikroskop Externe Links: http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwellenleiter http://www.glasfaserinfo.de